Ammersee-fischer Informationen für Angelfreunde am Ammersee
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Eine Angler Community mit dem ganz besonderen Biss !


Infos & Tipps zum erfolgreichen Angeln auf Aal am Ammersee.


Aal geräuchert Sieht unser geräucherter Aal aus dem Ammersee nicht köstlich aus ? Zugegeben er ist jetzt nicht eine wirkliche Anakonda, aber für den Ammersee hat er jedoch eine ordentliche Normgröße von ca. 80 cm! (Schonmaß 50 cm )

Unser "Anguilla anguilla" wie er auch lateinisch bezeichnet wird, ist leider in den letzten Jahren immer seltener geworden. Fing man noch vor ca. 15-20 Jahren sehr stattliche Aale im Ammersee, ebenso war ein Abend mit 4..5..6 Aalen keine Seltenheit, so ist der Bestand doch sehr eingebrochen und was die Fangergebnisse auch heute zeigen. Damals war sogar sogar der Aal der Brotfisch am See für die ansässigen Berufsfischer, später wurde er dann bekanntlich notgedrungen durch die Renke quasi abgelöst ..

Nicht zuletzt auch hat die damalige "Aalpest" ( 2003 ) viele Fische dahingerafft und die Population im See sehr start dezimiert. Man nahm an, dass diese hervorgerufen wurde durch die lange Hitzeperiode in dem Zeitraum, die das Wachstum der verantwortlichen Bakterien begünstigt hat und die Aale dadurch in eine ungewönliche Stresssituation brachte.


( Bildquelle: "kristii", nach erfolgreichem Aalansitz von "Kaio" )

Aber unsere Schlängler sind im See sehr wohl vertreten, jedoch Aalfänge über 100 cm schon sehr sehr selten geworden ! Viele viele Nächte verbringt man Wasser und kann sich am Ende glücklich schätzen wenn man ein "Schürl" von 70-80 cm an den Haken bekommt. Allerdings landen auch immer wieder vereinzelt sehr schöne Aale in den Reusen der Berufsfischer. So wurden schon armdicke Aale bis zu 120-150 cm in den Reusen gefangen! Wer also des öfteren einen abendlichen Aalansitz einplant, der wird vielleicht eines Nachts mit etwas Glück auch so eine Schlange einmal an der Angel haben.

Die meisten Hobbyangler am Ammersee haben aber sicherlich aufgrund der vielen negativen Erfahrungen beim Aalfischen und der geringen Fangaussicht sich auf andere Fischarten spezialisiert. Entprechend wenig Fangmeldungen sind auch bekannt und werden gepostet, zumindest von denjenigen Kollegen und Kolleginnen die hier im Ammersee-fischer Forum und im WhatsApp Chat sich untereinander austauschen.

Aber vielleicht ändert sich das in Zukunft, wenn man wieder Lust und Laune verspürt zu einem Aalansitz und sich dem Aalangeln mehr annimmt. Spannend ist ein nächtlicher Angeltripp auf alle Fälle, denn nicht nur unser schleimiger Allesfresser ist in der Nacht auf Nahrungssuche, sondern auch Waller und Zander befinden sich im Jagdmodus !

Ob Flussaal, Breitkopfaal, Spitzkopfaal, Raubaal.. ob geliebt oder nicht.. unser Zielfisch ist ein sehr interessanter Fisch, der in vielen Seen, Flüssen und Bächen anzutreffen ist. Schon gewusst ? Unser Aal ist ein sogenannter katadromer Wanderfisch, d.h. bei erreichen der Geschlechtsreife wandert er (sofern die räumliche Möglichkeit gegeben ist) von seinen eigentlich beheimaten Flüssen und Bächen an einen bestimmten geografischen Punkt ins Meer, der Sargassosee im Atlantik (unweit der Bahamas) um dort zu laichen.

Unsere nachtaktiven Gesellen vergraben sich tagsüber fast komplett am Gewässergrund zwischen Steinen, Schlamm und Pflanzen und beginnen mit dem Einbruch der Dunkelheit mit ihrer Aktivität. Sie ernähren sich dabei hauptsächlich von Würmern, Krebsen, Larven von Insekten - aber auch von Fischlaich und kleinen Fischen. Kleinfische werden vom Aal aktiv im Mittelwasser und ebenfalls an der Wasseroberfläche gejagt. Der Aal entpuppt sich dabei als sehr flinker und schlauer Jäger. Die Bezeichnung "Raubaal", in vielen Fischerkreisen gängig, ist aber nur dann zutreffend, wenn sich die Aale auf Fische spezialisiert haben. Dies ist aber abhängig von dem jeweiligen Gewässer und deren Nahrungsaufkommen.

Im Grunde entwickeln sich Aale in deutschen Seen und Flüssen nach zwei Varianten:

Dem Spitzkopfaal: Mit seinem schmalen Kopf und seiner spitz zulaufender Schnauze ernährt sich diese Aalform hauptsächlich von Krebsen, Insekten und Würmern.

Dem Breitkopfaal: Mit breiter Schnauze und breitem Kopf hat diese Aalform seine Ernährung komplett auf Fischfleisch, Aas und Fischlaich eingestellt.

Beide Formen leben parallel zueinander in den selben Gewässern, je nach bestimmten Nahrungsvorkommen entwickeln sich prozentual mehr Spitzkopfaale bei überwiegend viel Insekten, Krebsen, Würmern etc. im Wasser - oder mehr Breitkopfaale, wenn überwiegend nur Fische und Fischlaich als Nahrung in Frage kommen.

Uferangeln in der Nacht Dass Aale vor allem im Dunkeln beißen, weiß wohl jeder Angler.

Die beste Fang-und Beisszeit für den Aal am Ammersee liegt ( sofern man das aus Erfahrungswerten sagen kann.. ) zwischen 20:30 Uhr und 23:00 Uhr, bei normalen Wasserstand und erstreckt sich vom Monat März bis Oktober.

Als die Topmonate haben sich die Sommermonate Juni, Juli und August herausgestellt, bei bevorstehenden Gewitter bzw. nach einer Gewitterfront. Ebenfalls scheint eine Vollmondnacht einen wahren Reiz auszuüben bei ihren nächlichen Wanderungen. Zwischen Mitternacht und ein Uhr läuft dagegen ziemlich wenig !

Aber nicht nur bei Dämmerung oder beim Nachtangeln fängt man Aale, - man kann sie auch sehr gut tagsüber bei grauem, bewölktem Himmel fangen. Ebenfalls sind Fänge bei strahlendem Sonnenschein am Nachmittag bekannt geworden.. also unsere Schlangen im See sind nicht nur nachtaktiv wenn es um die Nahrungsaufnahme geht.


Aale lassen sich übrigens sehr gut anfüttern und anlocken! Hierzu gibt spezielle Lockstoffe in Spray-Form mit denen man den Köder kurz vor Auswurf präperieren kann.
Tipp: *Power Spray Lockstoff Attractor oder den *Amino Lockstoff (Aal Killer genannt)

Ein ebenfalls sehr fängiger Lockstoff ist z.B. eine Mischung aus Fischeingeweiden und zerschnittenen Tauwurmern an einem Futterkorb-System. Unser Zielfisch verfügt über einen sehr stark ausgeprägten Geruchssinn und wird diese Ködermischung schon aus weiter Entfernung riechen.
Viele Angler schwören auch auf Leberfetzen, Herzen, Fleischwurst, Sardinen oder Katzenfutter als Lockmittel ! Wir müssen uns stets vor Augen halten, dass Aale räuberische Aasfresser sind und die Lockstoffe danach ausrichten. Wenn wir aber ein wenig ausprobieren, dann werden wir schnell merken, was fängig ist und was nicht..

Tauwurm
Welche Leckerlis und Aalspezialitäten werden aber eigentlich bevorzugt ? Manchmal darf es etwas Besonderes sein, - auch beim Aalangeln ! So zählen kleine Shrimps oder Tintenfischstreifen als Geheimtipp ( sofern Gewässerfremde Köder erlaubt sind ) Am "Ammi" aber stehen unsere Aale zu 90% nach wie vor auf den altbewährten dicken Tauwurm bzw. Tauwurmbündel.

Vereinzelt werden natürlich auch Aale auf Fischfetzen und diversen anderen Köder gefangen wie oben genannt, aber der Aal bleibt dem Wurm wohl treu. Wenn wir unser Wurmbündel dann noch mit einem Lockstoff besprühen,tünchen oder auftunen mit einem kleinen Stück Leber, dann sollte bei der richtigen Angelstelle auch irgendwann eine Ammersee Schlange der Verlockung nicht widerstehen können.

Übrigens sollte man seinen Wurm-Köder alle 15-20 Minuten austauschen, so bleibt sein Spiel lebendig. Tauwürmer lassen sich am besten im feuchtem Gras sammeln, beste Zeit dafür sind milde, windstille Abende. Zur Not gibt es sie z.B. auch beim Hagebau oder einer Zooabteilung um die Ecke.. Ebenfalls hat in Wielenbach der Angelladen immer welche im Kühlschrank ( Angelsport Hammer,Primelstraße 2,82407 Wielenbach ) ca. 15 km von Herrsching entfernt.



Wissenswertes:

Nach der Geburt im Saragassomeer wandert unser Aal als "Weidenblattlarve" mit Hilfe des Golfstromes an die europäische Küste. Die Wanderung dauert ca. 2-3 Jahre ! Ist er dann an der Küste angekommen, verwandelt er sich erst hier in den sogenannten "Glasaal" und hat mitlerweilen eine Größe von ca. 5-7 cm. Im Frühjahr meist, ziehen die Glasaale dann in unsere Binnengewässer und verwandeln ihr Aussehen extrem in dieser Phase. Am Ende in die uns bekannte Form.

Die Rogner werden erst nach ca. 10 Jahren dabei geschlechtsreif und erlangen eine Länge von 100cm +, die Milchner hingegen werden schon nach ca.6 Jahren geschlechtsreif, erreichen aber nie die Länge der Weibchen ! In diesem Stadium ihres Lebens verändert sich der Aal widerum, seine Form ähnelt nun einer Schlange. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden nun einen durchgängigen und einheitlichen Flossensaum, seine Augen wurden um ein vielfaches Größer, seine Körperfülle nahm rasant an Gewicht zu und seine Farbe wechselte von silbrig bis hin zu dunklem grün. In der durchaus dicken Haut des Aals haben sich unzählige kaum sichbare runde Schuppen festgemacht.

Ausgewachsene Weibchen können bis zu 150 Zentimeter lang werden und 5-6 Kilogramm auf die Waage bringen. Männchen hingegen erreichen meist lediglich eine max. Länge von 50-60 Zentimetern. In geschlossenen Seen können Aale sogar ein Alter von 50 Jahren erreichen, meist jedoch liegt die Lebenserwartung bei max. 10-15 Jahren. Unser Aal ist ein toller und interessanter Fisch, noch heute steht die Forschung vor einem Rätsel, denn bis dato ist noch völlig unbekannt WO die Fische ablaichen. Man weiß vieles über die Wanderwege, ihr Ableben und der Geburtsätte in der Saragassosee, aber es konnte noch nie das Ablaichen in Film festgehalten werden !

Erfahrungstipp:

Wenn mal um 22:00 Uhr die Würmer ausgehen.. "Nacktschnecken" ! Wichtig beim Anködern von Nacktschnecken ist der richtige Haken. Am besten immer gleichschenklige Haken verwenden, denn die Kriechtiere haben die Angewohnheit, sich eng zusammenzuziehen und im Hakenbogen zu hängen. Dann ist es von Vorteil, wenn nicht zuviel vom Schenkel herausschaut. Eine Ködernadel erleichtert das Aufziehen erheblich.

Wie so oft schon hier auf unserer Webseite berichtet, ist das Angeln vom Ufer aus nicht immer so einfach, da die Uferregion doch recht flach ist an vielen Stellen rund um den See. Doch wenn man einen nächtlichen Aalansitz einplant, dann muss dieser Umstand nicht unbedingt negativ gesehen werden, denn die Aale kommen recht nahe an das Ufer. Also egal ob vom Ufer aus geangelt wird oder von einem der Dampferstege.. man sollte seinen Köder nicht soweit auswerfen ! Oft reicht es wenn wir unseren fetten Tauwurm nur 5-10 Meter vom Ufer weg präsentieren. Viele Hobbyangler pfeffern ihre Montage 20..30 Meter raus, aber das muss gar nicht sein, der Aal wandert gerade im seichten Wasser umher. Einfach einmal ausprobieren !

Breitbrunn WO nun die Aal Hotspots zu finden sind, das ist bei unserem Schlängler nicht ganz so leicht. Er liebt es schlammig um tagsüber sich einzugraben, sowie Unterstände jeglicher Art. Im Wasser versenkte Bäume, Steinaufbauten, Felsen aber auch tiefe Löcher sind die perfekten Verstecke für unseren Aal.

Wichtig ist in jedem Fall, dass das Nahrungsangebot stimmt. Befinden sich viele Kleinfische in der Umgebung, dann ist unser Standort schon mal nicht ganz so falsch. Gerade was die Dampferstege betrifft, hier findet der Aal ein großes Nahrungsanbot vor, da der Schiffsverkehr untertags immer wieder Bodensegmente aufwirbelt und somit Nahrung nach oben wirbelt. Dies zieht widerum unsere Kleinfische an und somit unseren Zielfisch.

Gute Angelplätze und Chancen findet man auf der Ostseite bei Buch/Breitbrunn. ( Bild: Dampfersteg Breitbrunn, links eine ideales Platzerl für einen Aalansitz ).Sei es am Dampfersteg selbst oder an einer der zahlreichen kleineren Buchten. Dort kann man in warmen Sommermonaten recht gut fangen, die Bodenstruktur ist hier recht schlammig und die Aale kommen in den nahen Uferbereich.

Leider muß man gerade im Sommer oder nach einer langen Hochwasserperiode sich mit Millionen von Stechmücken anfreuden !! Dies ist mitunter auch ein Problem, warum wenige Angler sich einen Aalansitz antun. Man wird transaliert ohne Ende, oft helfen chemische Keulen nichts mehr, da diese Kreaturen schon gegen viele Mittelchen resistenz geworden sind !

Herrsching Weiterhin eine gute Möglichkeit ein dicken Aal an Land zu ziehen, findet man in Herrsching am Einlauf vom Fischbach. Der Untergrund ist hier zwar mehr kiesig, jedoch Nachts "laufen" hier die Aale und Waller Richtung Einmündung, so daß man mit etwas Glück hier ein wahres Spektakel erleben kann !

Ein kleiner Nachteil in Herrsching.. viele Spaziergänger auch in den Abendstunden und so wirklich Ruhe hat man hier selten. Aber ein durchaus guter sehr beliebter Hotspot auf Aal !

Hier ganz speziell sollte man nicht zu weit draußen den Köder präsentieren, denn es besteht die Gefahr wenn wir zu weit auswerfen, daß sich die Montage im Kraut verfängt d.h. unser Köder hängt in der Luft und nicht am Gewässergrund. So wartet man ofmals vergebens auf einen Zupfer oder wundert sich, daß man nur Brachsen fängt ! Also hier sollte man nur 10 Meter auswerfen in Richtung Segelclub zur rechten Seite :-)

Eine ganz gewöhnliche Grundmontage reicht völlig aus, - Hakengrösse 2-4 ist meiner Meinung nach ideal. Das Blei ( Olivenblei 20-50 g ) sollte aber den herrschenden Verhältnissen angepasst werden. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass der Köder am Grund angeboten wird, denn da sucht der Aal seine Nahrung.



Aidenried
Fährt man bei Herrsching vorbei, weil man doch irgendwann genervt ist von den vielen.. "..und geht was ?".. "Beißen sie ?", sollte man vielleicht die Region am Ende vom Ammersee besuchen.

Nette Buchten und viel Platz findet man bei Wartaweil und Aidenried.
Dort gibt es zahlreiche zugängliche Stellen am Ufer, die für einen Aalansitz geradezu ideal sind und vor allem nicht nur Aale dort gefangen werden, sondern immer wieder mal ein schöner Waller oder Monsterkarpfen für Überraschung und nächtlicher Action sorgt !




Natürlich sollte man immer auch das Wetter im Hinterkopf haben, die Windrichtung spielt ebenso eine wichtige Rolle wenn es darum geht auf Aal zu angeln, wir sollten daher immer unseren Angelplatz so wählen, das Wind und Wellen auflandig sind d.h. die Nahrung wird zum Ufer getrieben.

Unter Umständen muss man in so einem Fall seinen geplanten Angeltripp bei Breitbrunn ändern und auf die westliche Seite ausweichen z.B. nach Dießen, Utting oder Schondorf. Auch hier findet man ganz vielversprechende Uferabschnitte vor, die man einmal ins Visier nehmen sollte bzw. kann es sich auf einen der Dampferstege gemütlich machen.

Eine freie Uferzone findet man am Westufer an, wenn man durch den "Künstlerpark" geht. Das Plätzchen am Ufer ist optimal und die Kante zur Krautregion, sowie in die tiefere Wasserregion beträgt hier etwa 10 Meter.

Kuenstlerpark

Hier ist immer viel Kleinfisch unterwegs (im Sommer rauben die Rapfen hier), - da zur linker Hand auch ein kleiner Bach (Killenbach) in den See mündet.

Insgesamt alles Kiesgrund, aber ein schöner abendlicher Angelplatz (Hotspot)!







Aalfischen heisst.. Nicht zu vieles zu verkomplizieren ! Wir brauchen hier keine aufwändigen komplizierten Montagen. Wir sollten so einfach wie möglich fischen ! Viele andere Dinge sind nämlich für unseren Erfolg maßgebend, z.B. GANZ Wichtig was viele Angler unterschätzen.. Raucher sollten das Rauchen beim Angeln auf Aal möglichst unterlassen da der Aal grundsätzlich Rauch verabscheut !! Wer es doch nicht lassen kann, der sollte seine Zigaretten mit einer gewöhnlichen Wäscheklammer festhalten und sich die Hände ab und an mit Wasser und Schlamm auswaschen. Kein Witz ! Aale haben einen sehr stark ausgeprägten Geruchssinn, denken wir nur an die Wanderung.
Einfach einmal daran denken beim nächsten Aalansitz.. auf einmal kommen die Bisse

Gehen wir ein wenig auf unser Equipment ein..
Sitzen wir nun an einem geeigneten Angelplatz, bei einer schönen lauen Sommernacht und harren spannend der Dinge, dann sollten wir auf alle Fälle folgende Dinge mit am Wasser haben. Immer ganz wichtig ist eine gut funktionierende Stirnlampe die uns genügend Licht gibt bei unseren Handlungen. Tipp: *LED Stirnlampe mit Rotlicht

Wer klassisch, also im Dunkeln, auf Aale ansitzt, ist gut beraten, Ordnung am Angelplatz zu halten. Kleiner Tipp: Als Unterlage für alle benötigten Utensilien dient ein weißes Tuch. Das ist in der Dunkelheit besonders gut zu sehen. So liegen Lösezange, Hakenmäppchen, Köder, Fischtöter etc. stets griffbereit und können nicht so leicht verloren gehen.

Tipp:
*Lösezange, Hakenlöser 26cm
*Hakenmäppchen, Vorfachmappe
*Fischtöter, waidgerechter Aaltöter
*Elektronischer Bissanzeiger

Wer keinen elektronischen Bissanzeiger hat, sollte zumindest ein Aalglöckchen immer dabei haben, allein schon das "Palim-Palim" wenn ein Fisch am Köder zupft, entzaubert uns doch ein breites Lächeln ins Gesicht und der Puls geht in die Höhe oder ? Zudem sind unsere Glöckchen ein gutes akustsches Wecksignal ..da man ja doch ab und zu mal einnickt !

Babywaller Starke Grundruten sind beim Aalfischen zu bevorzugen, Länge ca. 3,40 - 3,80 Meter Länge und mit einer robusten Stationärrolle mit hoher Übersetzung.

Als Hauptschnur dient eine 0,40-0,45er monofile Schnur ( mit Waller und starken Karpfen am Ammersee muß man immer rechnen ! ). Hier eines der Wels Exemplare die noch nicht die Monstergröße erreicht haben, aber sein Großvater schwimmt ja bestimmt auch noch im See !
( Bildquelle: Kollege "Wastel" )

Sollte also das größere Familienmitglied den leckeren Wurmbündel schnappen und die Montage ist nicht entsprechend dafür ausgelegt, dann wäre es doch Jammerschade.


Lieber generell beim Nachtangeln immer seine Montage und seine Kombination aus Rute, Rolle und Schnur stärker wählen. Ebenso sollten unsere Haken von hoher Qualität sein und Rattenscharf !

Tipp: Eine gute Combi zum Aalfischen wäre z.B. diese.. DAIWA MEGAFORCE Telespin 40-90g 3,60m zusammen mit einer Freilaufrolle Hartliner LCS Pro 530

Das Vorfach sollte kurz gewählt werden max. 30 cm, 0,40er ebenfalls Monofil. Warum so kurz ? Aale nuckeln oft minutenlang am Wurm herum d.h. wir haben mit einem langen Vorfach gar keinen Fischkontakt. Verwendet man aber z.B.ein 40-50 Gramm Blei welches sich sofort am Grund trotz starkem Pflanzenbewuchs festsetzt, liegt unser Köder mittels kurzem Vorfach sehr nahe. Bei dem geringsten Zupfer kommt die Information über die Schnur und ein Anhieb kommt nicht zu spät ! Starkes Geschirr ist beim Aalfischen Pflicht, denn unser Zielfisch schlängelt sich gerne mal um Äste und versucht am Grund zu bleiben, angelt man hier mit einer weichen Rute und zu dünner Schnur, können wir niemals Druck aufbauen um den Fisch vom Grund fern zu halten ! Das Ende vom Lied ist dann, unsere Montage reißt ab, der Fisch ist verloren und schlimmsten Fall verendet er - das muß nicht sein !

Aber nicht nur mit der klassischen Grundmontage wird auf Aal geangelt, viele Hobbyangler bevorzugen lieber das Angeln mit der Leuchtpose. Wie auch immer, wichtig ist immer, daß unser Köder am Grund angeboten wird.

Nachfolgend ein paar bescheidene Bilder ..

Aalfaenge Wie zu Beginn schon erwähnt, gibt es nicht viele Kollegen und Kolleginnen hier auf der Plattform die gezielt unseren Zielfisch beangeln, darum kann an dieser Stelle auch mit Fangbildern aus der Vergangenheit nicht viel gedient werden.

Wir wollen aber in den nächsten Jahren erneut ( Aalansitz Juli 2016 ) ein paar Ansitze auf Aal wagen und wer weiß vielleicht haben wir ja dann ein paar schöne Aalbilder vom Ammersee ..

( Bildquelle: Fänge von "kaio", "Marko", "Zanderjaeger" )


Aale am Besten bzw. immer mit einem Aaltöter töten !
Unbedingt ist zu vermeiden der Kontakt von verletzten Hautstellen oder offenen Wunden, sowie Abschürfungen mit Aalblut - Aalblut ist gitig und brennt stark in Wunden !

Wickelt man den Aal in Zeitung od. ein Tuch ein, ist er fast bewegungsunfähig und lässt sich problemlos halten und damit der Genickstich gezielt und schnell anbringen.



Achtung: Immer noch wenden leider einige Angler eine total falsche und grausame Methode an um Aale ins Jenseits zu befördern d.h. der Aal wird in einen Eimer mit Mineralwasser ( viel Kohlensäure ) gelegt.. Deckel drauf und warten. DAS ist definitiv Tierqäulerei ! Bitte, bitte liebe Anglerfreunde tut sowas nicht ! Solltet ihr jemanden sehen der diese Methode anwendet nehmt ihn am besten gleich den Fischereischein ab ok !! Die Fische sterben qualvoll an Erstickung und es dauert mehr als 10 Minuten, selbst dann ist der Fisch nicht tot ! Auch Eimer mit Salmiak-Geist oder Ammonikwasser.. alles der selbe Mist - bitte nicht !
Der Aaltöter ist ein waigerechtes Instrument, welches ein schnelles Ableben herbeiruft. DANKE !


Aal Buch

Wer noch mehr über die Schlängler erfahren möchte, dem empfehlen wir das tolle Buch von "Martin Wehrle"
--> Der Aal: Die besten Techniken und Taktiken für den Fang

( Amazon Link )
Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Leser schreiben..
"Dieses Buch ist eine hilfreiche Lektüre, man erfährt so ziemlich alles über die Biologie des Aals (angenehm kurz), über die Feinheiten seines Fanges (angenehm lang) und auch über die Bedrohung durch Umwelteinflüsse. Der Praxisteil ist gegliedert in einzelne Beiträge von zwei bis vier Seiten."








Auch sehr sehenswert, wenn auch schon etwas älter..
Ein schöner Film bei YouTube "Angeln auf Aal" von der Zeitschrift Blinker.

( Quelle: YouTube, Externer Link )














Der Drill mit einem kapitalen Aal kann sich sehr aufregend gestalten. Sie sind ausgesprochen gute Kämpfer und Geschmacklich aufgrund ihres hohen Fettanteils eine Wucht. Aale haben aber trotzdem ein feines und zartes Fleisch. Egal ob geräuchert oder in Butter gebraten..
Aal ist heute schon fast unbezahlbar geworden ! ( Kilopreis ca. 25.- Euro )

Wir werden gespannt in die Zukunft sehen was unseren schlangenartigen Freund im Ammersee betrifft und freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Aalansitz !




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