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Tipps zum Bootsangeln


Boot am Ufer Wer in der glücklichen Lage und Besitzer eines Bootes ist, der hat natürlich am Ammersee sehr viel mehr Möglichkeiten und Chancen einen großen Fang zu landen, Hotspots ausfindig zu machen, sowie seine eigenen Futterstellen anzulegen usw. In der Rubrik Slipstellen wurden schon einmal die Stellen angesprochen wo man sein Boot zu Wasser lassen kann. Hier bei "Tipps zum Bootsangeln" findet man einige Informationen, sowie interessante Themen die mit dem Angeln vom Boot aus relavant und nützlich sind.

Wie bereits im Beitrag Der See berichtet, ist der Ammersee nicht gerade eine kleine Pfütze und eine Fläche von rund 47 Quadratkilometer wollen erst einmal erkundet werden. Egal von wo man nun mit dem Boot startet, es wird gerade als Neuling immer schwer sein eine Stelle zu finden um "seinen" Zielfisch zu beangeln d.h. viele haben ja ihren Lieblingsfisch, ob nun Karpfen, Renke, Hecht etc. Aber wo findet man nun seinen Fisch ? Um diese Frage zu beantworten braucht es viel Kenntnis über den See und man muss alle Erfahrungen sammeln. Einfach mit dem Boot rausfahren und irgendwo ankern um dann den Monstern im See nachzustellen wäre eine gute Möglichkeit, aber es wäre dann wohl reiner Zufall und Glück wenn man ausser Brachsen, Rotaugen etwas vernünftiges an den Haken bekommen würde.
Selbst beim Schleppangeln, wo die Aussichten ohne Gewässer Vorkenntnisse schon etwas besser wären, ist es oft schwer Hecht, Zander, Rapfen zu überzeugen.

Aber selbst dann wenn man meint seinen See zu kennen, fährt man oft stundenlang raus ohne Biss, ohne Zupfer und nach 20-30 km Schleppangeln am Tag kommt man dann zu der überzeugung, dass der See leer ist :-) Aber dem ist eben nicht so ! Der See hat seine Riesen und es werden immer wieder große Hechte, Zander etc. gefangen.

Ebenso werden Monsterkarpfen bis zu 40 Pfd. gefangen, wenn man weiss wo sich diese aufhalten. Es ist schwierig am See und wird von Jahr zu Jahr nicht leichter, aber mit einigen Vorkenntnissen sollte ein jeder Erfolg am See haben !

Nachdem man am Ammersee bis dato nicht mit E-Motor schleppen darf ( E-Motor ist erlaubt um von A nach B zu kommen, siehe auch Bestimmungen) und das sei jedem Fremden auch ans Herz gelegt ( Kontrollen ! ) - muss man schon einige Meter rudern am See.

Wer nun am Ammersee das Schleppangeln bevorzugt, dem möchten wir kurz einmal aufzeigen wie es mit den Entfernungen so aussieht. Wenn man am See seine Runden zieht und vielleicht von einer Seite vom See zur anderen rudert und quer wieder zurück, dann legt man schon einige Kilometer zurück.

Ein paar Beispiele in Bildern / Quelle Google Earth ( externer iframe )























Entfernung von Bootseinlass Eching nach Buch zum Dampfersteg ca. 2173 Meter                     Entfernung von Eching nach Schondorf ca. 2000 Meter



Oder will man von Eching nach Breitbrunn.. dann muss man ca. 4253 Meter rudern.
Man sieht, es kommt schon was zusammen wenn man auf dem See unterwegs ist.

Diese Entfernungen zeigen den nördlichen Teil vom Ammersee. Wenn man z.B. von Herrsching aus startet und fährt dann genau an das gegenüberliegende Ufer nach Riederau, so kommt man u.a. nicht nur an der tiefsten Stelle am See vorbei, sondern muss so ca. 5,3 km Ruderstrecke überwinden.Von Herrsching nach Dießen sind es sogar rund 6,5 km. Also man sollte durchaus immer eine gute Brotzeit an Bord haben !

Ein spannendes Thema wie auch in diversen Angelforen immer wieder zu finden ist, wo sind die Flossenträger ?!
Manchmal ein sensibles Thema wenn es darum geht Fangplätze zu nennen oder Details auszuplaudern. Warum das so ist liegt wohl daran, dass viele denken es könnte nachdem ein anderer dort angelt für ihn nichts mehr drin sein.

An dieser Stelle sind nämlich nur eine bestimmte Anzahl Fische und die gehören nur mir, weil nur ich weiss wo sie sind. So ungefähr die Logik .. Es ist wie so oft bei der Spezie Mensch eine traurige Begleiterscheinung unseres zunehmenden Ellenbogensystems, hier bin ich und dann kommt lange nichts ..



Wir sind der Meinung man sollte hier einfach umdenken und mehr miteinander kommunizieren, auch wenn es um gute Fangplätze geht, bei einer Seefläche von rund 47 Quadratkilometern, sollte für alle genügend Fisch im See sein oder ? :-)

Einige ergiebige Stellen aus eigenen Erfahrungswerten und Informationsquellen von netten Kollegen, die ebenfalls gerne ihre Tipps weitergeben möchten, werden hier einmal vorgestellt. Es sind nur Tipps und bedeuten noch lange nicht eine Garantie für den Fang, also Angaben wie im Lotto ohne Gewähr !


Tipp: Seerosenfelder & Kanten

Da man ja bekanntlich mit dem Boot flexibler angeln kann als vom Ufer aus, sind natürlich auch die Stellen zu erreichen, die unterschiedliche Bodenstrukturen vorweisen, mit eine oder gar zwei-drei Kanten zeigen. Wer ein Echolot zur Verfügung hat, wird diese schnell ausfindig machen können.

Wenn man am nördlichen Seeteil vom Ammersee Erfolg haben möchte ( Eching,Schondorf ), bedarf es sehr viel Ausdauer und Durchhaltevermögen. Wenn man aber nach langer Zeit dann irgendwann den Einstieg gefunden hat, kann man eigentlich ganz gut fangen. Man darf nie aufgeben und muss viel Lehrgeld bezahlen, viele Ruderstunden am See verbringen, aber es kommt der Tag da platzt der Knoten !!

Die ganze Herrschinger Bucht und auch der südliche Seeteil ist für einen Gelegenheitsfischer auf Hecht und Zander viel aussichtsreicher, aber auch da haben sich auch schon viele Angler die Zähne ausgebissen und sind lieber auf andere Seen ausgewichen. Meist wird der Starnbergersee gegenüber dem Ammersee vorgezogen !
Die Schwierigkeit am nördlichen Seeteil (also nördlicher der Achse Eching-Schondorf-Breitbrunn) liegt in der Grundbeschaffenheit. Fast überall sind weit ausgedehnte flache Uferbereiche mit einer Wassertliefe von 1,5-2 Meter Wassertiefe mit einer anschließend steilen Kante die nach wenigen Metern gleich auf 12 Meter nach unten und dann, nicht mehr so steil ins Tiefe geht. Damit gibt es auch kaum ausgedehnte Krautfelder, da das hochwachsende Kraut nur in Tiefen von etwa 3-5 Meter zu finden ist.

Die Krautfelder sind somit immer nur schmale Streifen. Das wird auch der Grund sein, warum sich dort sehr wenige Angler aufhalten. Außer zur Renkenzeit, da sieht man dann schon mal ein paar Angler mehr in der Gegend um Eching/Schondorf. So ab Mai fängt man Hechte gut an der Kante bei einer Wassertiefe von 6-8 m. Man sollte die Krautfelder beobachten wie sie sich entwickeln und dann an den Krautfeldern entlang schleppen. Dabei haben sich Wobbler mit einer Länge von 10-15cm und einer Lauftiefe von 1,5-3 m bewährt. Im Juni, Juli wird es dann schon auf Hecht schwierig in der Krautregion.

Ab August sollte man dann eher mit größeren Ködern im Freiwasser ab der "2te Kante", also einer Wassertiefe ab 12 Meter schleppen. Später im September, Oktober und November, umso weiter raus verteilen sich die Hechte im See. Dann sollte man es mit den größeren Kalibern von Kunstködern versuchen, mindestens 20cm, besser 25-30cm und entweder möglichst flach (bis 2m) oder tief, (ab 6m) schleppen.


Wer zwar vom Boot aus angelt, aber nicht zu den Schleppfischern gehört, wird sicher die Karpfen, Schleien und Brassen an den Seerosenfelder suchen oder auf Barsch und Zander Jiggen.. wie auch immer ! Ebenfalls sind unsere Weißfische sehr zahlreich vertreten und werden richtige Monster. Arten wie Rotfedern, Rotaugen mit 4 Pfd. und Karpfen um die 40 Pfd. sind keine Seltenheit, auch Brachsen (Blei, Brassen ) um die 4-5 kg gehen auf Mais, Wurm, Hegene .. Etwas anfüttern hilft hier natürlich. Es gibt einige gute Stellen z.B. kurz vor Schondorf oder Utting wo im Sommer die Seerosenfelder richtig gut gedeihen.

Dort ist es vor dem Seerosenteppich ca. 4-5 Meter tief und ideal zum Ankern. Vom Ufer aus kann man das Seerosenfeld eher schlecht erreichen.Hier sieht man schön das Seerosenfeld kurz vor Schondorf. Der Ufer und Schilfbereich ist mindestens 50-70 Meter entfernt und kaum für Angler zugänglich da in Privatbesitz. Wer dort ein paar Tage anfüttert, wird auch so einige kapitale Weißfische anlocken.
Diese sollten nicht verschmäht werden, denn daraus lassen sich sehr schmackhafte "Pflanzerl" zubereiten !

Man sieht auch sehr gut die dunkle Kante wo es in die Tiefe geht,gerade dort sollte man vorbeischleppen ( grüne Linie ). Nach dem Dampfersteg in Schondorf findet man zwar auch noch ein paar vereinzelte Seerosenfelder, aber eher kleinere Gruppen. Aber sicherlich auch gute Stellen wenn man eben anfüttert an einer bestimmten "Stelle".

Kleinere Seerosenfelder findet man vor, wenn man die "Westküste" von Schondorf nach Utting rudert. Ungefähr 1300 Meter vor dem Strandbad in Utting befindet sich ein kleiner Spitz.. Auch dort sollte man einfach mal ankern und es versuchen.







Ohne Boot hat man leider auch keine Chance direkt vor die Kraut u. Seerosenfelder zu werfen, da der Uferbereich verbaut ist bzw. Privatstege, Bootshäuser, Villen usw. den Zugang verwehren. Von dem kleineren Seerosenfleck sind es ungefähr 1,3 km Ruderstrecke bis nach Utting. Nach Utting kommen dann leider immer weniger erfolgsversprechende Stellen. Erst kurz vor dem Dampfersteg bei Holzhausen wird es wieder interessanter.

Man sollte wenn möglich den Ammersee Step by Step die "Küste" entlang rudern, nur so lernt man den See kennen und lieben, also in Eching vielleicht starten und runter bis Riederau und wenn man dann noch Kraft hat am nächsten Tag dann die gegenüberliegende Seite von Stegen bis Herrsching / Aidenried runter oder man bucht eine schöne Dampferfahrt um den See, die ja immer ein schönes Erlebnis ist.

Natülich geht das ganze auch mit E-Motor sofern vorhanden und angemeldet ( aber bitte ohne dabei zu schleppen !! )
Also kurz vor Holzhausen geht noch einmal eine kleine Landzunge raus.

Das Seerosenfeld zieht sich ca. 200 Meter in die Länge nicht ganz so weit vom Ufer entfernt. An dieser Westseite hat man auch die Möglichkeit vom Ufer aus an die Stelle zu kommen.

Es gibt am Ammersee durchaus sehr interessante Hotspots, die es wert sind zu beangeln.
Viele Fischer haben ihr "Eck" um es mal so auszudrücken, da wird über Tage / Wochen angefüttert und dann zeigen sich auch die Erfolge.








Richtung Holzhausen gibt es am Eck am Künstlerhaus ebenfalls sehr schöne Seerosenecken !

Zu beachten sei an dieser Stelle noch, dass dort auch zahlreiche Boote ankern bzw. Bojen sich im Wasser befinden. Also immer Rücksicht nehmen auf Segelboote und auf die Dampfer die an den nahegelegenen Stegen anlegen wollen. Mit der Zeit kennt man zwar die Routen der einzelnen Dampfer und weiss wo die Fahrrinne entlang geht, aber man sollte immer ein wenig Wachsam sein !

Wer mit PC und Internet vertraut ist, sollte einfach mal bei Google Earth reinschauen und sich den Ammersee aus der Vogelperspektive betrachten.

Man kann sehr gut die flachen Uferbereiche erkennen und weitere Details lassen sich mit den Zusatztools anzeigen. Eine Möglichkeit die es vor 10 Jahren gar nicht gab. Die Bildqualität wird von Jahr zu Jahr besser und auch die Veränderungen am See mit seiner Verlandung lassen sich so gut erkennen.






Wer den Hechten, Zandern, Barschen, Seeforellen nachgeht, dem bleiben so manche Schlepptage gut in Erinnerung. Viele Schneidertage hat man hinter sich und auch die Schwielen an den Händen zeigen, dass man schon so einige Kilometer auf dem See unterwegs war.
Und doch ist es immer wieder ein neues Erlebnis.. neuer Tag, neues Glück !

So mancher hat ja schon auf seinem Boot einige High-Tech Geräte dabei u.a. Echolot und GPS. Wenn man sein GPS einmal auswertet, sofern man seine Schlepprouten protokolliert und aufzeichnet, da kommt schon etwas zusammen. Nach ungefähr 20-30 km Tagesleistung hat man sich dann auch ein Bierchen und eine deftige Brotzeit verdient. Natürlich macht man so eine Tour nicht jeden Tag oder jedes Wochenende, zumindest nicht wenn man rudert, aber 2-3 mal im Jahr kann man es bei schönem Wetter und wenn der Wind mitspielt durchaus durchziehen.

Mittlerweilen gibt es ja auch Kajaks mit Pedalantrieb, in dem Fall tut man sich natürlich leichter und kann an einem Tag gut Strecke machen. Selbst 40 km am See sind somit locker zu schaffen und kein Thema mehr. Womöglich ist das Fischem vom Kajak aus auch die Zukunft, immer mehr unserer Kollegen schippern schon mit einem "Yack" am Ammersee herum.


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